FREMO:32\Modulkasten: Unterschied zwischen den Versionen

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== 3 Modulkasten Norm-Ergänzungen ==
 
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|3.1
 
|3.1
|Die Modulhöhe, gemessen von der Schienenoberkante, beträgt 1.300 mm über dem Fußboden.
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|Die Höhe, gemessen von der Schienenoberkante (SOK), <u>muss</u> 1.300 mm über dem Fußboden betragen
|1.300 mm ist ein in langjähriger Praxis bewährter Kompromiss (über viele FREMO Spurweiten hinweg) zwischen Optik (man sieht nicht nur die Dächer der Modelle, sondern kann sie auch bequem von der Seite betrachten) und Bedienbarkeit (Rangieren).
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|Die Höhe von 1.300 mm hat sich über viele Jahre hinweg in der Praxis bewährt sowohl bei FREMO:32 als auch bei anderen FREMO-Spurweiten. Sie stellt einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Optik und Bedienbarkeit dar:
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* '''Optimale Sicht''' – Modelle sind nicht nur von oben, sondern auch bequem von der Seite einsehbar.
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* '''Ergonomische Bedienung''' – Die Höhe ermöglicht komfortables Rangieren und eine angenehme Steuerung der Züge.
 
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|3.2
 
|3.2
|Die Modulhöhe muss um ±15 mm justierbar sein.
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|Die Modulhöhe <u>sollte</u> so gering gehalten werden, wie statisch möglich
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|Eine geringere Bauhöhe der Module erleichtert den Transport zu Modultreffen, da der verfügbare Stauraum effizienter genutzt werden kann. Zudem verbessert sie die Zugänglichkeit, da Teilnehmer bei Treffen einfacher unter den Modulen von einer Seite zur anderen gelangen.
|Eine Höhenverstellung von ±15 mm ist zwingend vorzusehen, um Unebenheiten des Hallenfußbodens auszugleichen.
 
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Die Wahl einer geeigneten Mindesthöhe hängt von den handwerklichen Fähigkeiten und Erfahrungen des Erbauers im Holzbau ab. Im Rahmen der FREMO:32 Gochsheim Norm-Ergänzungen wird eine praktikable Lösung vorgestellt, die diesen Anforderungen gerecht wird.
 
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|3.3
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|Die in den Zeichnungen der Kopfstücke dargestellten Bohrungen für die Verbindungs- schrauben <u>müssen</u> mit 12 mm Durchmesser ausgeführt werden
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|Obwohl heutzutage überwiegend hochpräzise CNC-gefräste oder lasergeschnittene Kopfstücke verwendet werden, empfehlen wir weiterhin Bohrungen mit einem Durchmesser von 12 mm. Besonders bei der Verbindung mit Bestandsmodulen treten häufig Passprobleme auf, wodurch eine exakte Ausrichtung der Gleise an den Modulübergängen erschwert wird.
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'''<u>Hinweis:</u>''' Achtet darauf, dass die Verbindungsbohrungen nicht durch Verstärkungen oder andere Bauteile blockiert werden. Der Bereich um die Bohrungen muss frei zugänglich bleiben, damit die Verbindungsschrauben (siehe FREMO:32 Regelspur-Norm, Kapitel 6) problemlos angezogen werden können.
 
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|3.4
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|Modulverbindung <u>müssen</u> mittels Flügelschrauben M8, Flügelmuttern M8 und großen Unterlegscheiben (sog. Karosseriescheiben) erfolgen
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|Schrauben mit einem Durchmesser größer als M8 widersprechen unserer Empfehlung gemäß Punkt 3.3.
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Die Verwendung von Karosseriescheiben ist insbesondere bei weichen Holzarten wie Pappelsperrholz unerlässlich, um Beschädigungen an den Kopfstücken zu vermeiden. Sie tragen dazu bei, die Druckverteilung zu optimieren und die Stabilität der Verbindung zu gewährleisten.
 
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|3.5
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|Die minimale Länge der Modulkästen <u>kann</u> 400 mm unterschreiten
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|Gemäß Kapitel 5.1 der FREMO:32 Regelspur-Norm (Fassung Januar 2017) beträgt die Mindestlänge eines Moduls 400 mm. Auf dem FREMO:32 Treffen in Gochsheim sind jedoch auch kürzere Module zulässig.
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Kürzere Module kommen vor allem als Profilwechsler – auch als Joker-Module bekannt – zum Einsatz. Dabei obliegt es dem Erbauer, eine sinnvolle Modullänge zu wählen, die gleichzeitig eine authentische Geländeentwicklung nicht beeinträchtigt.
 
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|3.6
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|Der effiziente Aufbau der Module <u>soll</u> durch die Verwendung von Steckbeinsystemen erleichtert und beschleunigt werden
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|Steckbeinsysteme ermöglichen einen schnellen und unkomplizierten Aufbau der Module. Sie erfordern keine zusätzlichen Schrauben, und im Idealfall lässt sich die Höhe mithilfe von Klemmhaltern bequem im Stehen feinjustieren – ein besonderer Vorteil im fortgeschrittenen Alter.
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'''Module ohne Steckbeinsystem können von FREMO:32 Treffen in Gochsheim ausgeschlossen werden.'''
   
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Diese Regelung gilt nicht für Betriebsstellen oder Segmente. Bei Segmenten, die lediglich eine Strecke wiedergeben, wird die Verwendung eines Steckbeinsystems jedoch ausdrücklich empfohlen.
Empfehlung:
 
Sobald das Modul selbstständig auf eigenen Beinen steht, beträgt die Modulhöhe idealerweise schon 1.300 mm (laut Punkt 3.1). Die tatsächliche Höhenkorrektur, gemäß den örtlichen Gegebenheiten, wird im Anschluss vorgenommen. Weitere Informationen sind dem Modulhandbuch zu entnehmen.
 
   
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[[Datei:FREMO 32 Beinhalter; Stecksystem.jpg|alternativtext=Modul Beinhalter und Stecksystem|ohne|mini|Modul Beinhalter und Stecksystem]]
 
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|2.3
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|3.7
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|Die nachfolgend abgebildeten zusätzlichen Kopfstückprofile <u>können</u> beim FREMO:32-Treffen in Gochsheim verwendet werden
|Die Module müssen mit einem genormten Modulkopfstück versehen werden. Die fünf Bohrungen, wie nachfolgend skizziert, müssen gesetzt sein.
 
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|Zusätzlich zu den offiziellen Kopfstückprofilen gemäß FREMO:32-Norm (Stand Januar 2017) sind auch die nachfolgend abgebildeten Varianten beim FREMO:32-Treffen in Gochsheim zugelassen.
|Alle Bohrungen haben 12 mm Durchmesser.
 
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Der wesentliche Unterschied dieser Profile zur offiziellen Norm ist die Einführung der Gleismittenbohrung. In vielen anderen FREMO-Normen hat sich diese Bohrung als De-facto-Standard etabliert – eine Entwicklung, die wir ausdrücklich begrüßen und daher in unsere Norm-Ergänzungen aufgenommen haben.
Die Bohrungen werden 60 mm unterhalb der Schienenoberkante (SOK) gesetzt. In Verbindung mit flachen Schienenprofilen kann somit ein optimaler Höhenausgleich hergestellt werden.
 
   
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Das sogenannte Münsterland-Profil in seiner überarbeiteten Version mit Gleismittenbohrung wurde zusätzlich optimiert. Dazu gehören die angepassten Wassergräben, die nun dem Altmark-Kopfstückprofil entsprechen. Dadurch ist das Gleisbett identisch mit dem Altmark-Profil, was insbesondere bei einem möglichen Geländebruch – also dem Anschluss von Altmark an Münsterland – von Vorteil ist. Zudem wurde der Bogen des Bergprofils vereinfacht, was die Konstruktion und Fertigung erheblich erleichtert.
Unterhalb des Stammgleis wird immer ein Gleismitten-Loch gesetzt. Links und rechts folgen weitere Befestigungslöcher im Abstand von 140 mm. Dieser Abstand entspricht 4,5 m im Vorbild und damit dem Standard Gleisabstand in Bahnhöfen. Über diese Bohrungen können weitere Gleise angeordnet werden.
 
   
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Auf Basis des Altmark-Profils wurde zudem eine flachere Variante mit nur 104 mm Modulhöhe (statt bisher 150 mm) entwickelt. Dieses flache Profil hat sich bereits in der Praxis bewährt und ist vollständig kompatibel mit bestehenden Altmark-Profilen. Die beiden bekannten Schraubenlöcher links und rechts neben dem Gleis sorgen für eine stabile Verbindung zwischen der flachen und der regulären Altmark-Version. Darüber hinaus erfüllt das neue flache Profil die Bestimmung gemäß Punkt 3.2.
Zusätzlich muss unterhalb des Stammgleis die Bohrung für den Anschluß an ein FREMO:32 Regelspur-Modul gesetzt werden. Die Module gemäß Industrie-und Kleinbahn-Norm können somit auch als Streckenmodule für das Regelspur-Arrangement eingesetzt werden.
 
   
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==== '''<u>Hinweis in eigener Sache:</u>''' ====
'''''Achtung! Das FREMO:32 Bohrbild ist nur kompatibel zu Altmark- und Westerwald-Modulen (Module mit Systemhöhe 150 mm).'''''
 
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Die zusätzlichen Kopfstückprofile sind nachweislich kompatibel mit dem bestehenden Modulbestand sowie der geltenden FREMO:32-Norm (Fassung Januar 2017). Wir als Organisatoren des FREMO:32-Treffens in Gochsheim begrüßen ausdrücklich die Verwendung dieser Profile bei Neubauten. Um diese Entwicklung weiter zu fördern, werden wir bevorzugt Module mit den neuen Kopfstücken einplanen.
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| colspan="3" |[[Datei:Industrie-Modul-Kopfstück-v6.jpg|zentriert|mini|900x900px|Kopfstück für Industrie- und Kleinbahn-Module]]
 
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Besonders das flache Profil möchten wir verstärkt unterstützen. Wenn die geplante Geländegestaltung es zulässt, empfehlen wir dringend, dieses Profil in Erwägung zu ziehen'''.''' Dadurch wird auch insbesondere die Festlegung gemäß Punkt 3.2 besser eingehalten.
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|2.4
 
|Die Breite eines Moduls muss mindestens 400 mm betragen.
 
|Diese Festlegung ergibt sich automatisch aus Punkt 2.6, der Gleisabstand des Industrie-Stammgleis zur Modulkante muss mindestens 200 mm betragen.
 
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|2.5
 
|Die Höhe eines Moduls muss mindestens 90 mm betragen.
 
|Die Bohrungen für ein Modul mit Stammgleis sind kompatibel zu FREMO:32 Modulen vom Typ Altmark und Westerwald (Systemhöhe 150 mm), siehe auch Punkt 2.3. Die Höhe von mindestens 90 mm muss eingehalten werden, um ausreichend Auflagefläche zu gewährleisten.
 
'''''Eine Modulhöhe von 100 mm ist in vielen FREMO Gruppen gelebte Praxis und wird daher als Empfehlung ausgesprochen.'''''
 
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|2.6
 
|Der Gleisabstand des Stammgleis, gemessen von der Gleismitte aus, zur Modulkante muss mindestens 200 mm betragen.
 
|Das Unterschreiten dieser Angabe hätte zur Folge, das im Falle einer Entgleisung das Rollmaterial auf den Boden abstürzt.
 
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|2.7
 
|Die Anschlussgleise neben dem Stammgleis sollten den Mindestabstand von 200 mm zur Modulkante nicht unterschreiten.
 
|Sofern sich an diese Festlegung nicht gehalten werden kann, wird eine Absturzsicherung empfohlen. Module die tatsächlich eine Gefahr für das eingesetzte Rollmaterial darstellen, können von Treffen ausgeschlossen werden.
 
Zudem sollte der Platz zwischen Anschlussgleis und Modulkante zur Gestaltung genutzt werden, z.B. eine Ladestraße, ein Fabrikgebäude (Relief), etc.
 
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|2.8
 
|Die Lage des Stammgleis kann beliebig gesetzt werden, sofern die Breite des Moduls von 400 mm und der Mindestabstand des Stammgleis zur Modulkante von 200 mm nicht unterschritten werden.
 
|Die exakte Lage des Stammgleis wird nicht vorgeschrieben. Die Module müssen an den Übergängen nicht fluchten.
 
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|2.9
 
|Die Bedienerseite bei einem Anschluss muss in den Modulzeichnungen gekennzeichnet werden, wenn der Anschluss nur von einer Seite aus bedient werden kann.
 
|Analog den FREMO:32 Bahnhofssegmenten muss in den Modulzeichnungen die Bedienerseite gekennzeichnet sein, sofern das Modul nicht von beiden Seiten bedient werden kann. Insbesondere wenn mehrere Anschlüsse am Stammgleis hintereinander folgen kann der Arrangement-Planer die Module dann so ausrichten, dass die Bedienerseiten immer auf einer Seite liegen. Andernfalls ist der Rangierer gezwungen unter die Module zu tauchen, um die Seiten zu wechseln.
 
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| colspan="3" |[[Datei:Industrie-Modul-Bedienung-v2.jpg|zentriert|mini|500x500px|Zeichnung eines Industrie-Modul mit Bedienerseite]]
 
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|2.10
 
|Ab 300 mm Abstand zwischen Gleismitte und Modulkante kann eine Straße dargestellt werden.
 
|Die Straßenbreite beträgt 220 mm (7 Meter im Vorbild) und der Abstand innere Fahrbahnkante zur Gleismitte 80 mm. Das Straßen Planum ist 8 mm erhöht. Endet die Straße exakt an der Modulkante (gilt nur für Abstand Modulkante zu Gleismitte bei exakt 300 mm), ergibt das eine Modul Mindesthöhe von 98 mm (statt 90 mm).
 
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| colspan="3" |[[Datei:Industrie-Modul-Kopfstück-mit-Strasse-v3.jpg|zentriert|mini|900x900px|Modul mit Strasse neben dem Gleis. Die Straße endet exakt an der Modulkante (Abstand Gleismitte zu Modulkante beträgt exakt 300 mm)]][[Datei:Industrie-Modul-Kopfstück-mit-Strasse-groesser-300mm-v3.jpg|zentriert|mini|900x900px|Modul mit Straße neben dem Gleis. Der Abstand zwischen Gleismitte und Modulkante ist größer als 300 mm.]]
 
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|2.11
 
|Module mit Straße parallel zum Stammgleis müssen die Straße in der Modulzeichnung explizit darstellen.
 
|Nur so ist es dem Arrangement-Planer möglich Module mit Straße fortlaufend einzuplanen.
 
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| colspan="3" |[[Datei:Industrie-Modul-Zeichnung-mit-Strasse-v1.jpg|zentriert|mini|Industrie-Modul Zeichnung mit Straße]]
 
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Aktuelle Version vom 8. Februar 2025, 23:56 Uhr


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3 Modulkasten Norm-Ergänzungen

Bestimmung Erläuterungen
3.1 Die Höhe, gemessen von der Schienenoberkante (SOK), muss 1.300 mm über dem Fußboden betragen Die Höhe von 1.300 mm hat sich über viele Jahre hinweg in der Praxis bewährt – sowohl bei FREMO:32 als auch bei anderen FREMO-Spurweiten. Sie stellt einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Optik und Bedienbarkeit dar:
  • Optimale Sicht – Modelle sind nicht nur von oben, sondern auch bequem von der Seite einsehbar.
  • Ergonomische Bedienung – Die Höhe ermöglicht komfortables Rangieren und eine angenehme Steuerung der Züge.
3.2 Die Modulhöhe sollte so gering gehalten werden, wie statisch möglich Eine geringere Bauhöhe der Module erleichtert den Transport zu Modultreffen, da der verfügbare Stauraum effizienter genutzt werden kann. Zudem verbessert sie die Zugänglichkeit, da Teilnehmer bei Treffen einfacher unter den Modulen von einer Seite zur anderen gelangen.

Die Wahl einer geeigneten Mindesthöhe hängt von den handwerklichen Fähigkeiten und Erfahrungen des Erbauers im Holzbau ab. Im Rahmen der FREMO:32 Gochsheim Norm-Ergänzungen wird eine praktikable Lösung vorgestellt, die diesen Anforderungen gerecht wird.

3.3 Die in den Zeichnungen der Kopfstücke dargestellten Bohrungen für die Verbindungs- schrauben müssen mit 12 mm Durchmesser ausgeführt werden Obwohl heutzutage überwiegend hochpräzise CNC-gefräste oder lasergeschnittene Kopfstücke verwendet werden, empfehlen wir weiterhin Bohrungen mit einem Durchmesser von 12 mm. Besonders bei der Verbindung mit Bestandsmodulen treten häufig Passprobleme auf, wodurch eine exakte Ausrichtung der Gleise an den Modulübergängen erschwert wird.

Hinweis: Achtet darauf, dass die Verbindungsbohrungen nicht durch Verstärkungen oder andere Bauteile blockiert werden. Der Bereich um die Bohrungen muss frei zugänglich bleiben, damit die Verbindungsschrauben (siehe FREMO:32 Regelspur-Norm, Kapitel 6) problemlos angezogen werden können.

3.4 Modulverbindung müssen mittels Flügelschrauben M8, Flügelmuttern M8 und großen Unterlegscheiben (sog. Karosseriescheiben) erfolgen Schrauben mit einem Durchmesser größer als M8 widersprechen unserer Empfehlung gemäß Punkt 3.3.

Die Verwendung von Karosseriescheiben ist insbesondere bei weichen Holzarten wie Pappelsperrholz unerlässlich, um Beschädigungen an den Kopfstücken zu vermeiden. Sie tragen dazu bei, die Druckverteilung zu optimieren und die Stabilität der Verbindung zu gewährleisten.

3.5 Die minimale Länge der Modulkästen kann 400 mm unterschreiten Gemäß Kapitel 5.1 der FREMO:32 Regelspur-Norm (Fassung Januar 2017) beträgt die Mindestlänge eines Moduls 400 mm. Auf dem FREMO:32 Treffen in Gochsheim sind jedoch auch kürzere Module zulässig.

Kürzere Module kommen vor allem als Profilwechsler – auch als Joker-Module bekannt – zum Einsatz. Dabei obliegt es dem Erbauer, eine sinnvolle Modullänge zu wählen, die gleichzeitig eine authentische Geländeentwicklung nicht beeinträchtigt.

3.6 Der effiziente Aufbau der Module soll durch die Verwendung von Steckbeinsystemen erleichtert und beschleunigt werden Steckbeinsysteme ermöglichen einen schnellen und unkomplizierten Aufbau der Module. Sie erfordern keine zusätzlichen Schrauben, und im Idealfall lässt sich die Höhe mithilfe von Klemmhaltern bequem im Stehen feinjustieren – ein besonderer Vorteil im fortgeschrittenen Alter.

Module ohne Steckbeinsystem können von FREMO:32 Treffen in Gochsheim ausgeschlossen werden.

Diese Regelung gilt nicht für Betriebsstellen oder Segmente. Bei Segmenten, die lediglich eine Strecke wiedergeben, wird die Verwendung eines Steckbeinsystems jedoch ausdrücklich empfohlen.

Modul Beinhalter und Stecksystem
Modul Beinhalter und Stecksystem
3.7 Die nachfolgend abgebildeten zusätzlichen Kopfstückprofile können beim FREMO:32-Treffen in Gochsheim verwendet werden Zusätzlich zu den offiziellen Kopfstückprofilen gemäß FREMO:32-Norm (Stand Januar 2017) sind auch die nachfolgend abgebildeten Varianten beim FREMO:32-Treffen in Gochsheim zugelassen.

Der wesentliche Unterschied dieser Profile zur offiziellen Norm ist die Einführung der Gleismittenbohrung. In vielen anderen FREMO-Normen hat sich diese Bohrung als De-facto-Standard etabliert – eine Entwicklung, die wir ausdrücklich begrüßen und daher in unsere Norm-Ergänzungen aufgenommen haben.

Das sogenannte Münsterland-Profil in seiner überarbeiteten Version mit Gleismittenbohrung wurde zusätzlich optimiert. Dazu gehören die angepassten Wassergräben, die nun dem Altmark-Kopfstückprofil entsprechen. Dadurch ist das Gleisbett identisch mit dem Altmark-Profil, was insbesondere bei einem möglichen Geländebruch – also dem Anschluss von Altmark an Münsterland – von Vorteil ist. Zudem wurde der Bogen des Bergprofils vereinfacht, was die Konstruktion und Fertigung erheblich erleichtert.

Auf Basis des Altmark-Profils wurde zudem eine flachere Variante mit nur 104 mm Modulhöhe (statt bisher 150 mm) entwickelt. Dieses flache Profil hat sich bereits in der Praxis bewährt und ist vollständig kompatibel mit bestehenden Altmark-Profilen. Die beiden bekannten Schraubenlöcher links und rechts neben dem Gleis sorgen für eine stabile Verbindung zwischen der flachen und der regulären Altmark-Version. Darüber hinaus erfüllt das neue flache Profil die Bestimmung gemäß Punkt 3.2.

Hinweis in eigener Sache:

Die zusätzlichen Kopfstückprofile sind nachweislich kompatibel mit dem bestehenden Modulbestand sowie der geltenden FREMO:32-Norm (Fassung Januar 2017). Wir als Organisatoren des FREMO:32-Treffens in Gochsheim begrüßen ausdrücklich die Verwendung dieser Profile bei Neubauten. Um diese Entwicklung weiter zu fördern, werden wir bevorzugt Module mit den neuen Kopfstücken einplanen.

Besonders das flache Profil möchten wir verstärkt unterstützen. Wenn die geplante Geländegestaltung es zulässt, empfehlen wir dringend, dieses Profil in Erwägung zu ziehen. Dadurch wird auch insbesondere die Festlegung gemäß Punkt 3.2 besser eingehalten.